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Riester Rente Förderungen
Wer sich für das Konzept der Riester Rente begeistern kann und dieses anderen Konzepten der privaten Altersvorsorge vorzieht, dürfte dies in erster Linie wegen der staatlichen Förderung tun. Nie zuvor wurde in der Bundesrepublik der Wille zur Altersvorsorge durch konkrete Eurobeiträge unterstützt, die jedes Jahr aufs Neue gewährt werden und so die Vorsorgesummen des einzelnen Versicherungsnehmers spürbar reduzieren können. Das Besondere dabei ist, das diese Art der Förderung nicht alleine für den Versicherungsnehmer selbst gewährt wird, vielmehr bietet der Staat für jedes Kind und unter Umständen auch für den Ehepartner einer Riesterförderung an. Um die Förderung jedoch beanspruchen zu können, sind einige Besonderheiten zu beachten. Wie die Riesterförderung im vollen Umfang erhalten werden kann
Viele Bundesbürger lassen sich vom Konzept der Riester Renten überzeugen und schauen begierig auf die dreistelligen Förderbeträge, die pro Person und Jahr in Aussicht gestellt werden. Viele übersehen dabei, dass diese Summen nicht pauschal in stets gleicher Höhe gewährt werden, sondern vom eigenen Einkommen abhängig sind. Nur wer eine Bereitschaft zeigt, auf vier Prozent seines Bruttolohns zu verzichten und diesen in eine Riesterprodukt zu investieren, darf sich auch über die maximale Fördersummen für sich und seine Familienmitglieder freuen. Personen mit einem besonders hohen Einkommen müssen hierbei keine Benachteiligung fürchten, die Obergrenze liegt bei 2.100 Euro maximalem Jahresbeitrag. Wer anstelle von vier Prozent z.B. nur zwei Prozent seines Bruttolohns in eine Riester Rente investiert, erhält dementsprechend auch nur die halbierten Fördersätze. Wie hoch fällt die staatliche Förderung bei der Riesterrente genau aus?
Unter der Voraussetzung, dass vier Prozent des Bruttolohns in das Riesterprodukt eingezahlt werden, erhält der Versicherungsnehmer pro Jahr aktuell 154 Euro Förderung, die mit dem Jahresbeitrag verrechnet wird. Ein Betrag in gleiche Höhe kann noch einmal für den Ehepartner eingerechnet werden, Voraussetzung hierfür ist allerdings die Existenz eines eigenen Riestervertrags. Selbst wenn der Partner diesen eigentlich nicht abschließen möchte, kann sich eine solche Investition durchaus lohnen. Da ein Riesterprodukt mit minimal fünf Euro im Monat dotiert werden muss, wären dies 60 Euro pro Jahr zusätzliche Ausgaben, denen jedoch die Gewähr von 185 Euro zusätzlich gegenüberstünden. Für jedes Kind des Versicherungsnehmers werden 185 Euro Förderung jährlich geboten, sollte das Kind ab dem Jahr 2008 geboren sein, werden sogar 300 Euro geboten. Je nach Einkommenshöhe und Kinderzahl kann somit rein rechnerisch die Fördersumme den Jahresbeitrag überschreiten, eine Mindesteinzahlung von 60 Euro bleiben in das Riesterprodukt jedoch stets erhalten. Antrag auf Riester Förderungen auf keinen Fall vergessen
Zahlreich Deutsche haben zwar eine Riester Rente abgeschlossen, erhalten aber dennoch keine Förderung. Das Problem ist hier, dass der Antrag auf diese Zulagen nicht gestellt wurde. In den meisten Fällen übernimmt die Versicherung dies und lässt den Versicherungsnehmer neben dem eigentlichen Versicherungsvertrag auch ein weiteres Dokument ausfüllen. Mit diesem wird die Versicherung beauftragt, jährlich den Zulagenantrag zu stellen, so dass auf jeden Fall die Fördersummen ausgezahlt werden. Als Neukunde einer Versicherung sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass eine Antragsstellung automatisch erfolgt und eine garantierte Serviceleistung der bevorzugten Versicherung ist. Hier kritisch nachzufragen ist nicht nur die Pflicht jedes Versicherungsnehmers, sondern jedes Jahr aufs Neue bares Geld in den Fördersummen Wert. Anpassung der Vertragskonditionen für höhere Fördersummen nicht vergessen
Auch wer ordnungsgemäß den Zulagenantrag gestellt hat, erhält nicht selten eine zu geringe Förderung für sein Riesterprodukt. Viele Versicherungsnehmer vergessen schlichtweg, nach der Geburt eines weiteren Kindes oder bei Veränderungen des Bruttoeinkommens die Versicherung hiervon in Kenntnis zu setzen. Allerdings muss in all diesen Situationen ein Zulagenantrag neu gestellt werden, der für den einzelnen Versicherungsnehmern oftmals mit einer höheren Riester Förderung verbunden ist, die man sich somit auf keinen Fall entgehen lassen sollte.