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Gesetzliche Rentenversicherung
Ein Großteil der deutschen Bevölkerung ist Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung und zahlt hier monatlichen einen Teil des Bruttoeinkommens als Grundlage für den eigenen Lebensabend ein. Während das Konzept der gesetzlichen Absicherung über viele Jahrzehnte hinweg ohne größere Probleme in der Finanzierung funktionierte, sprechen aktuelle Zahlen und die Aussichten für die Zukunft eine eher gemischte Sprache. Nicht nur die demografische Entwicklung in Deutschland könnte dafür sorgen, dass die gesetzliche Rentenversicherung schon bald nicht mehr in gewohnter Weise weitergeführt werden dürfte. Auch die Art der Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland verändert sich stetig und trägt so dazu bei, dass die Finanzierung des gesetzlichen Systems in Gefahr gerät. Wer diese Risikofaktoren erkennt und sinnvoll durchdenkt, dürfte den Sinn einer privaten Altersvorsorge schnell einsehen. Das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung und seine Folgen
Anders als bei einer privaten Versicherung ist das Rentensystem ebenso wie das Gesundheitssystem in Deutschland umlagenfinanziert. Angestellte, Arbeitnehmer und viele weitere Berufsgruppen zahlen monatlich einen festen Anteil ihres Einkommens in diesen Schutz ein, aktuell werden 19,9% in diese Form der sozialen Absicherung eingezahlt. Ein Maximalbetrag von 5.500 Euro (Westdeutschland) ist zwar gesetzlich als Beitragsbemessungsgrenze festgelegt, den jedoch nur wenige Bundesbürger mit ihren Bruttoeinkommen erreichen. Mit diesem hohen Beitragssatz leistet ein gesetzliche Versicherter jedoch keine individuelle Vorsorge für die eigene Person, was an der sogenannten Umlagenfinanzierung liegt. Durch diese sorgen aktuelle Beitragszahler für die Absicherung aktueller Rentner, wer in einigen Jahrzehnten selbst eine gesetzliche Rente bezieht, ist bei der Finanzierung also auf die Arbeitnehmer der Zukunft angewiesen. Bei geringen Geburtenraten und einer wachsenden Zahl von deutschen Rentnern in den nächsten Jahrzehnten gerät dieses etablierte Konzept daher zwangsläufig aus den Fugen. Wer Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt
Auf den ersten Blick mag es einfach aussehen: Wer in Deutschland arbeitet, muss auch Beiträge in die Sozialversicherung einzahlen. Viele Erwerbstätige in Deutschland sind von dieser Pflicht allerdings befreit, da sie lediglich einem Minijob auf 400-Euro-Basis nachgehen. Da diese Jobs immer häufiger durch die deutschen Wirtschaftsunternehmen angeboten werden, um sich als Arbeitgeber von den lästigen Sozialabgaben zu befreien, wirkt sich dies gleich doppelt nachteilig auf die gesetzliche Rentenversicherung aus. Zum einen werden die gesetzlichen Rentenkassen immer weniger gefüllt, da immer weniger Jobs in Deutschland eine volle Sozialversicherungspflicht mit sich bringen. Zum anderen ist der einzelne Arbeitnehmer betroffen, da dieser möglicherweise über Jahre hinweg keine Beiträge für seine gesetzliche Rentenversicherung leistet und somit auch im Alter kaum eine hohe Rente erwarten kann. Schneller als gedacht tritt so eine Altersarmut ein, das Leben von Hartz 4 Leistungen dürfte in Zukunft für zahlreiche Rentner zum Regelfall werden. Die private Rentenversicherung als sinnvoller Ausweg.
Auch wenn die gesetzliche Rentenversicherung eine wichtige Errungenschaft des deutschen Sozialsystems ist, kann in keinem Fall angeraten werden, sich alleine auf diese Absicherung für den eigenen Lebensabend zu verlassen. Dies liegt nicht bloß an den genannten Argumenten, sondern auch an der generellen Unsicherheit der Staatsfinanzierung und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Euroländern. Staatspleiten sind seit dem Jahr 2010 in aller Munde und betreffen viele Länder der Europäischen Union. Ausgeschlossen ist es nicht, dass auch in Deutschland die staatlichen Kosten einmal nicht mehr zu meistern sind und hiervon auch die gesetzliche Rentenversicherung betroffen wäre. Das Stichwort der Grundrente, also einer Rente in einheitlicher Höhe für alle Bundesbürger, ist in diesem Zusammenhang schon häufig gefallen. Ein wesentlicher Beitrag, auf privater Basis vorzusorgen und somit nicht alleine von den Entwicklungen der Staatsfinanzen angewiesen zu sein, ist die private Altersvorsorge. Diese kann sowohl als klassische Rentenversicherung erfolgen, so dass jeden Monat aufs Neue eine Zusatzrente die gesetzliche Rente ergänzt, jedoch können sich auch andere Finanzierungsformen wie die Lebensversicherung anbieten. Seit einem guten Jahrzehnt bietet der Staat durch geförderte Konzepte wie die Riesterrente und Rüruprente weitere Anreize, sich für eine private Vorsorge zu entscheiden. Welche Art dieser Produkte individuell geeignet ist und die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sinnvoll ergänzt, sollte im Idealfall bei einem sachlichen Rentenversicherung Vergleich ermittelt werden.