Gesundheits & Versicherungs Nachrichten
Ein Drittel der Deutschen investiert nicht in die Private Altersvorsorge
Sonntag, 05. September 2010 um 23:14 Uhr
In vielen Fällen ist schlicht Geldmangel der Grund
Das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung hat im Auftrag der Hannoverschen Leben eine Studie erstellt, die sich vorrangig auch mit dem Thema der Privaten Altersvorsorge befasst. Was dieser Studie nach interpretiert werden kann, liegt durchaus auch in der Erfahrung vieler Versicherer: Die meisten Deutschen halten eine private Altersvorsorge, beispielsweise durch eine Riesterrente oder Lebensversicherung, für eine sinnvolle Investition, scheuen jedoch selbst diese Ausgabe. In den meisten Fällen wird Geldmangel als Grund angegeben, dass selbst nicht in ein Produkt zur Privaten Altersvorsorge investiert wird.
Investition in die Private Altersvorsorge vom Einkommen abhängig
Generell lässt die Studie einen kleinen Hoffnungsschimmer für die gesetzlichen Sozialsysteme und die Vorsorge fürs Alter im privaten Bereich zu. Von der Tendenz her steigt die Bereitschaft, einen Teil seines monatlichen Einkommens in eine private oder betriebliche Zusatzrente zu investieren und so ganz aktiv etwas für die private Altersvorsorge zu tun. Jedoch ist diese Bereitschaft auch entscheidend vom Einkommen abhängig. So ist es gerade mal gut jeder vierte Bundesbürger mit einem Einkommen unter 1.000 Euro, der freiwillig auf einen Teil seines Einkommens verzichtet und diesen in ein Produkt der PAV hineininvestiert. Steigt das Einkommen der Bürger und ist somit die Grundsicherung der monatlichen Bedürfnisse sichergestellt, wächst auch die Bereitschaft für den Abschluss einer Lebensversicherung oder Zusatzrente, um so auch im Alter von diesem höheren Lebensstandard profitieren zu können.
Investition in eine private Zusatzrente muss nicht teuer sein
Allgemein lässt sich der Umstand nachvollziehen, das einkommensschwache Bürger hierzulande eher zögerlich mit der Investition in ein Produkt der Privaten Altersvorsorge umgehen. Dennoch lässt sich klar feststellen, dass vielen von ihnen bereits mit wenigen Euro im Monat geholfen wäre, die sie vom Lohn in ein Anlageprodukt hineinstecken und so später lebenslang eine interessante Zusatzrente erhalten. Viele Einkommensschwache bringen oftmals auch nicht das Interesse mit, sich intensiver mit dem Thema PAV zu beschäftigen und so möglicherweise durch einen Vergleich im Internet herauszufinden, wie günstig bereits Tarife sein können, die auf das eigene Einkommensverhältnis zurechtgeschnitten sind. Die Augen vor der Zukunft zu verschließen hilft in diesen Fällen nicht weiter, stattdessen sollte man überlegen, welche Investition in die Zukunft sinnvoll ist und beispielsweise - wie bei der Riester Rente oder Rürup Rente – sogar eine Förderung vom Staat mit sich bringen könnte.
(c) Redaktion PrivateKrankenversicherungen.de