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Hamburg - Samstag, 11.02.2012

Forderung nach Verbesserung im Bereich Erwerbsunfähigkeitsrente

Durch höhere Leistungen Altersarmut vorbeugen

Wer eine höhere Altersrente in Deutschland beziehen möchte, sollte über eine möglichst hohe Zahl von Jahren hinweg gearbeitet und Beiträge in das gesetzliche Rentensystem eingezahlt haben. Genau dies ist jedoch zahlreichen Bundesbürgern nicht möglich, die frühzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben ausscheiden müssen. Sollte hierbei eine volle Erwerbsunfähigkeit gegeben sein, gewährt der Staat noch heute Leistungen, die jedoch maximal ein Drittel des letzten Bruttolohnes erreichen. Dies stellt nicht nur eine Gefährdung der aktuellen Lebensgrundlage dar, sondern sorgt auch für erhebliche Einbußen bei der Altersrente, weshalb von Sozialverbänden und dem Präsidenten der deutschen Rentenversicherung, Rische, aktuell Reformen eingefordert werden, um das Risiko einer Altersarmut gezielt zu reduzieren.

Entfallende Beiträge sorgen für niedrige Rente

Natürlich ist eine plötzliche Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit bereits in der akuten Lebenssituation finanziell eine große Herausforderung, da hier die Lebensgrundlage in Form eines geregelten Gehaltes entfällt. Über die Konsequenzen machen sich jedoch nicht alle Betroffenen Gedanken: Mit jedem Jahr der Erwerbsunfähigkeit entgehen der betroffenen Person die Möglichkeiten, weiterhin Geld in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen, d.h. dass auch bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters deutlich weniger Geld zur Verfügung steht als ursprünglich bei einem Arbeiten bis ins hohe Alter geplant wurde. Sobald das Rentenalter erreicht wird, fallen zudem die privaten oder gesetzlichen Leistungen einer BU-Versicherung oder der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente weg, so dass ein noch größeres, finanzielles Risiko entsteht.

Privat auf verschiedene Weisen vorsorgen

Auch wenn aktuell über Reformen rund um die Erwerbsminderungsrente diskutiert wird, ist kaum abzuschätzen, ob diese auch in Zukunft ein würdiges Leben ermöglicht und auch das Risiko einer drohenden Altersarmut abzusenken weiß. Wichtig ist es daher, rechtzeitig über das genannte Risiko nachzudenken und so einen Beitrag zur individuellen Absicherung zu leisten. Dies gilt sowohl für den Abschluss einer privaten BU Versicherung, ebenso wie für Produkte im Bereich der privaten Altersvorsorge. Um das Risiko einer drohenden Altersarmut einzudämmen, sollte schon früh ein Produkt wie eine ausreichend dotierte Lebensversicherung oder eine Zusatzrente abgeschlossen werden. Wer rechtzeitig handelt, kann diese zu einem besonders niedrigen Monatsbeitrag erhalten, der sich mit Sicherheit auch dann noch weiterfinanzieren lässt, wenn durch den Wegfall der eigenen Arbeitsfähigkeit eine Erwerbsminderung eingetreten ist. Vor allem jungen Menschen wie z.B. Berufseinsteiger ist daher der Abschluss entsprechender Produkte anzuraten, wobei die meisten Versicherungen bewusst auf diese Klientel eingeht und in den ersten Jahren niedrigere Beiträge als bei einem etablierten Erwerbstätigen in Aussicht stellt.