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Hamburg - Montag, 28.11.2011

Die richtige Förderung der Altersvorsorge zum Jahresende hin betreiben

Änderung in Eintrittsalter und Versteuerung richtig bewerten

Mit der privaten Altersvorsorge treffen zahlreiche Bundesbürger eine sinnvolle Absicherung für ihren Lebensabend, zahlreiche Produkte wie die Riester- oder Basisrente sind dabei erst in den letzten Jahren aufgekommen und erscheinen vielen Versicherten wichtiger denn je. Dass sich im Laufe der Zeit immer wieder Änderungen in den Konditionen der Verträge und im gesetzlichen Rahmenwerk ergeben, wird dabei schnell übersehen und sollte gerade dann zu Überlegungen anreden, wenn aktuell noch kein Versicherungsschutz in diesem Bereich abgeschlossen wurde. Mit Beginn des Jahres 2012 ergeben sich einige Änderungen, die nicht übersehen werden sollten.

Mit einem aktuellen Riestervertrag von einem frühen Rentenbeginn profitieren

Wie den meisten Bundesbürgern bewusst ist, findet aktuell eine Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre statt, die stufenweise erfolgt und auch mit dem Jahr 2012 ihre nächste Stufe nimmt. Vielen ist nicht bewusst, dass dies auch einen Einfluss auf Produkte der privaten Altersvorsorge hat, konkret auf die Ausgestaltung einer Riesterrente. Lag das Eintrittsalter in die gesetzliche Rente über Jahre hinweg bei 65 Jahren, konnte eine Riesterrente frühestens ab dem 60. Lebensjahr bezogen werden. Die Zeitspanne soll auch in Zukunft gleichbleiben, weshalb zukünftige Riesterrenten erst ab dem 62. Lebensjahr frühestens bezogen werden können. Der 1. Januar 2012 stellt hier das markante Datum dar, Verträge die nach diesem Datum geschlossen werden, fallen bereits unter die neue Regelung. Wer aktuell noch über einen Riestervertrag nachdenkt und mit dem Gedanken einer möglichst frühen Rentenauszahlung spielt, sollte somit noch im Jahr 2011 zum Abschluss kommen.

Steuerliche Vorteile privater Rentenprodukte im Wandel

Neben der Riesterrente sollte auch über das Produkt der klassischen Lebensversicherung nachgedacht werden. Die meisten Versicherer haben für das Jahr 2012 bereits eine Absenkung ihres Garantiezinses angekündigt, so dass hier mit einer geringeren Rendite gerechnet werden muss. Sich noch im Jahr 2011 für den Vertragsabschluss zu entscheiden, sichert also noch bares Geld zusätzlich zu, das sich im Laufe der Jahrzehnte durch höhere Renditen ansparen lässt. Letztlich dürften auch Versicherungsnehmer mit einer Rüruprente dem neuen Jahr entgegenfiebern, da hier wie gesetzlich vorgesehen die steuerliche Anrechenbarkeit dieser Ausgaben um zwei Prozentpunkte steigt. Aktuell lassen sich 72% der Beiträge steuervergünstigend bei der Einkommensteuererklärung angeben, im Jahr 2012 werden es bereits 74% sein.