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Hamburg - Mittwoch, 06.07.2011

Diskussion über Anhebung der Riesterförderung nach Inflation angebracht

Fördersätze seit Einführung im Jahr 2001 unverändert

Die Riesterrente kann zurecht als Erfolgsmodell bezeichnet werden, für das sich im letzten Jahrzehnt zahlreiche Bundesbürger als Form der Absicherung entschieden haben. Ein wesentlicher Bestandteil, der die Riesterrente so reizvoll macht und für viele Versicherungsnehmer in den letzten Jahren zur Entscheidung für ein solches Rentenprodukt beitrug, sind die vom Staat gewährten Fördersummen. Nicht nur der Versicherungsnehmer erhält bei seiner Riesterrente einen Reduktion der eingezahlten Beiträge nach einem festen Eurosatz, vielmehr werden auch für den Ehepartner und jedes Kind Fördergelder gezahlt, so dass sich dieses Rentenprodukt vor allem für größere Familien lohnt. Auch wenn seit mehr als zehn Jahren die Möglichkeit besteht, bei zahlreichen Versicherern eine Riester Rente abzuschließen, hat sich die Fördersumme nicht verändert – eine Tatsache, die von einigen Politikern mittlerweile bemängelt wird, wobei gerade die Entwicklung der Inflation die Diskussion anheizt.

Anhebung der Fördergelter für die nahe Zukunft unwahrscheinlich

Mit steigenden Preisen, die bereits seit dem Jahr 2001 in einer eher gemächlichen Weise angestiegen sind, stehen mit jedem Jahr die gezahlten Fördergelder immer weniger in Relation zu dem, was an Geld von einem durchschnittlichen Haushalt benötigt wird. In dieser Hinsicht ist es nur nachvollziehbar, dass einzelne Politiker einen geringen Anstieg der Fördergelder vorschlagen. Nur auf diese Weise steht der vom Versicherungsnehmer zu zahlende Anteil, immer vier Prozent des Bruttolohnes für ein Riesterprodukt, auch in Relation zu der staatlichen Förderung, die man für die Entscheidung erhält, selbst einen Beitrag für die private Altersvorsorge zu leisten. Sollten die Fördergelder auch über die nächsten Jahre hinweg auf dem gleichen Niveau bleiben, besteht das realistische Risiko, dass dieses Produkt nicht mehr so interessant ist und sich Bundesbürger eher für eine Lebensversicherung oder eine andere Variante der Zusatzrente entscheiden.

Das passende Rentenprodukt für sich finden

Unabhängig von den Fördersummen bleibt es grundsätzlich zu überlegen, ob die Riesterrente die beste Entscheidung ist, um sich individuell vor einer potenziellen Altersarmut abzusichern. Wer bereits für sich erkannt hat, dass die private Altersvorsorge eine sinnvolle Entscheidung darstellt, sollte nicht zögern und in einem umfangreichen Vergleich herausfinden, welches Rentenprodukt sich am ehesten für die persönliche Absicherung anbieten kann. Jedes Produkt für die Altersvorsorge kann individuelle Vorteile besitzen und sollte so auch in Ruhe analysiert werden.