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Hamburg - Donnerstag, 02.06.2011

Erhobene Gebühren bei der Riesterrente genau überblicken

Verbraucherschützer warnen vor überhöhten Verwaltungskosten

Die Riesterrente wirkt als Konzept der Zusatzrente seit mehr als einem Jahrzehnt besonders reizvoll, da hier durch die staatliche Förderung Jahr für Jahr die Beitragslast teilweise erheblich reduziert wird. Gerade wer über eine größere Familie verfügt und daher als Versicherungsnehmer auch eine Förderung für den Lebenspartner und alle Kinder in pauschalen Beträgen erhält, kann sich über eine immens hohe Förderung freuen. Dass diese Förderung jedoch je nach Vertrag schnell wieder neutralisiert werden kann, da die Versicherungen Gebühren für die Verwaltung des Vertrages oder einmalig für dessen Abschluss erheben, ist den meisten Versicherungsnehmern nicht bewusst. Um so wichtiger ist es daehr, sich in Ruhe mit den vertraglichen Konditionen eines Anbieters auseinanderzusetzen und dabei möglicherweise auch auf die Hilfe der Verbraucherzentralen zu setzen, die bereits Erfahrungen mit den verschiedenen Versicherungen und ihren Angeboten zur Riester Rente sammeln konnten.

Verträge zur Riesterrente für Laien oftmals unverständlich


Wie bei allen Versicherungsprodukten muss auch beim Riestern ein Versicherungsvertrag unterzeichnet werden, dessen Details sich nur wenige Personen in Ruhe vor der Unterschrift anschauen. Genau dies ist jedoch anzuraten, damit man nicht Jahr für Jahr eine negative Überraschung im Hinblick auf zu zahlende Gebühren erlebt. Für das Unterhalten eines Riesterkontos bei einem Versicherer werden branchenüblich Gebühren zur Verwaltung erhoben, diese fallen jedoch von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich hoch aus. Teilweise übersteigen die Gebühren, die sich meist nur versteckt in den Konditionen des Riestervertrages finden lassen, die Höhe der Standardförderung und löschen so schnell den Förderungseffekt auf, den sich der Versicherungsnehmer wünscht. Faktisch wird in diesem Fall pro Jahr eine geringere Summe für die eigene Altersvorsorge angelegt, was die Endleistungen eines Vertrages zur Riesterrente mindert so somit eine geringere Zusatzrente bietet, als unter den Einzahlungen eigentlich möglich wäre.

Auf neutrale Hilfe in Fragen zur Riesterrente vertrauen


Wer sich z.B. durch einen Vergleich der Versicherungen speziell für die Riesterrente bei ein oder zwei Anbietern interessiert, sollte sich nicht scheuen, eine Verbraucherzentrale oder andere, neutrale Beratungsstellen zu kontaktieren. Hier kann jeder potenzielle Versicherungsnehmer etwas über das Renomee erfahren, dass die Versicherung mit ihren Verträgen zur Riesterrente genießt, um so zu einem angemessenen Vertragsabschluss zu gelangen. Ein Vertrag, bei dem sich das Riestern wirklich lohnt und von einer sinnvollen und starken Zusatzrente gesprochen werden kann.