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Hamburg - Samstag, 12.03.2011

Absenkung des Rentenbeitrags möglicherweise schon früher als gedacht möglich

Reduktion um 0,3 Prozentpunkte in der Diskussion

Wie das Nachrichtenmagazin bereits am Wochenende berichtete, denkt die Bundesregierung bereits schon im Jahr 2012 darüber nach, den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung abzusenken. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, bei der allmählich wieder die positive Konjunktur ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zeigt, dürfte in dieser Weise auch an jeden einfachen, gesetzlich Versicherten weitergegeben werden, der so seine monatliche Last aus Steuern und Beiträgen erheblich absenken kann. Ursprünglich war eine Absenkung für das Jahr 2013 geplant, jedoch mehren sich aktuell die politischen Diskussionen, ob eine Absenkung der Beiträge nicht auch schon ein Jahr vorher möglich wäre. Auch wenn aktuell noch nichts beschlossen wurden, dürfte so die gesetzliche Altersvorsorge für Millionen von Erwerbstätigen in Deutschland in naher Zukunft günstiger werden.

Weitere, wirtschaftliche Entwicklung abwarten


Wann es zu einer möglichen Absenkung der Rentenbeiträge kommt, bleibt natürlich weiterhin abzuwarten und dürfte in erster Linie an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt sein, die Deutschland in den kommenden Monaten erfährt. Sollte sich die Entwicklung der Konjunktur in gleicher Weise als positiv erweisen wie dies seit gut einem Jahr der Fall ist, dürfte der Spielraum für eine Absenkung jedoch durchaus gegeben sein. In der politischen Diskussion ist dabei die Absenkung um 0,3 Prozentpunkte, so dass der gesetzlichen Rentenbeitrag von aktuell 19,9 Prozent des Bruttoeinkommens auf 19,6 Prozent reduziert werden würde. Für alle Arbeiter, Angestellte und Selbstständige, die ihre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, dürfte auf diese Weise ein neues, finanzielles Potenzial entstehen, mit dem gezielt umgegangen werden sollte.

Über ergänzende Maßnahmen der privaten Altersvorsorge nachdenken

Wer aktuell schon überlegt, was er mit einer potenziellen Absenkung der Beiträge und somit einem höheren, monatlichen Nettolohn macht, sollte die freiwerdenden, finanziellen Mittel weiterhin für seine Altersvorsorge einsetzen. Wer nicht akut auf die Zusatzeinnahmen eingewiesen ist, die durch eine Senkung des Beitrags entstehen, sollte sich Gedanken um seine Zukunft machen und nach Möglichkeiten suchen, wie für den eigenen Lebensabend vorgebeugt werden kann. Dies kann z.B. mit einer Lebensversicherung oder einer staatlich geförderten Zusatzrente möglich werden, für die nun monatliche Beiträge frei werden würden. Natürlich ist es auch empfehlenswert, sich mit dem eigenen Arbeitgeber zusammenzusetzen und darüber zu sprechen, wie man von der betrieblichen Altersvorsorge profitieren könnte, um gesichert ins letzte Lebensdrittel schauen zu können.