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Hamburg - Dienstag, 11.01.2011Gesetzliche Versicherer lehnen Pflege-Riester ab
Gesetzlicher Solidaritätsgedanke sollte weiterhin im Vordergrund stehen
Dass die Finanzierung der gesetzlichen Pflegeversicherung seit einigen Jahren eher Schwierigkeiten bereitet, ist ein bundesweit bekanntes und vieldiskutiertes Problem. Vor allem durch die Medien und einzelne Politiker werden dabei immer wieder Lösungsvorschläge angestoßen, wie sich die Kosten für die Pflege bedürftiger Menschen bewältigen lassen, ohne hierbei nicht den Steuerzahler übermäßig zu belasten. Ein aktueller Vorschlag der schwarzgelben Bundesregierung ist der private Pflegeschutz, der entweder nach dem Beispiel der Riesterrente gestaltet werden oder sogar verpflichtend abgeschlossen werden soll. Gegen derartige Gedanken richten sich jedoch nun die gesetzlichen Krankenkassen und appellieren dabei vor allem an den Solidaritätsgedanken, der gerade im Bereich der Sozialversicherung eine wichtige Rolle für alle Bundesbürger spielen sollte.Kosten gleichmäßig auf alle Bundesbürger verteilen
Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen haben sich vor allem kritisch geäußert, dass durch die Einführung eines Pflege-Riesters eine zusätzliche Belastung vor allem für kleinere und mittlere Verdiener entstehen würde, während nach dem Solidarprinzip vor allem Besserverdienende dazu beitragen könnten, die gesetzlichen Pflegekassen in einer angemessenen Weise zu füllen. Das Prinzip der Solidarität, welches über Jahrzehnte in den gesetzlichen Sozialsystemen funktionierte, gerät jedoch seit einigen Jahren zunehmend aus dem Gleichgewicht, was vor allem mit dem politischen Entscheidungen der jetzigen und vorherigen Regierung zu tun haben dürfte. Da die gesetzlichen Krankenkassen selbst aktuell von der Erhöhung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung profitieren, ist es in ihren Augen dem Normalbürger kaum begreiflich zu machen, wie erneut mehr Geld in den zusätzlichen Schutz durch eine Pflegeversicherung eingezahlt werden sollte.
Nachdenken über private Pflegeversicherung stets lohnenswert
Unabhängig von der Tatsache, ob eine politische Entscheidung im Bereich der privaten Pflege getroffen wird, lohnt es sich natürlich für jeden einzelnen Bürger, individuell über eine finanzielle Absicherung der eigenen Alterspflege nachzudenken. Die meisten Versicherer haben hierfür spezielle Tarife im Angebot, deren Abschluss sich im Einzelfall lohnen kann. Wer hier rechtzeitig in den Schutz durch einen Pflegevertrag investiert, kann so freiwillig den finanziellen Risiken durch eine entstehende Pflegebedürftigkeit vorbeugen und sicherstellen, dass neben den unsicheren Einnahmen durch die gesetzliche Pflegekasse im Falle eines Falles ausreichende, finanzielle Mittel vorhanden sein werden.
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