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Hamburg - Dienstag, 16.11.2010

Deutsche Rentenversicherung will Rentenbescheide verständlicher machen

Bescheide für unzählige Bürger nicht zu verstehen

Um darüber zu entscheiden, ob und in welcher Form die Private Altersvorsorge zu einer individuellen Absicherung beitragen können, ist für jeden Bürger die Klarheit über das zu gewinnen, was vom Staat an Rente zu erwarten ist. Seit einigen Jahren stellt hierfür der Bund der Deutschen Rentenversicherung jährlich Bescheide aus. Aus diesen kann jeder Bürger erfahren, welche Anrechte er bislang in den Jahren seiner Arbeit erworben hat und mit welcher Rente auf dieser Basis beim Eintritt ins Rentenalter zu rechnen ist. Die meisten Bürger sind jedoch nicht in der Lage, die Dokumente zu verstehen und auf dieser Grundlage zu ermitteln, welche private Vorsorge in welchen Leistungshöhen abgeschlossen werden sollte. Der Gesetzgeber hat in dieser Hinsicht jedoch jetzt Nachbesserungen versprochen, damit die Bescheide über die gesetzliche Rente einfacher verstanden werden können.

Deutsche von der Sprache der Verwaltung im Normalfall überfordert

Nach einem Pilotprojekt des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung sollen die Rentenbescheide nun gezielt angepasst werden, so dass Millionen von Bürger einen klareren Überblick über das erhalten, was man in späteren Jahren als Rente zu erwarten hat. Viele Bürger sind bei den rechnerischen Größen schnell überfordert und gehen so beispielsweise davon aus, dass die zu erwartende Rente deutlich höher ausfällt, als dies letztlich der Fall sein wird. Auch dass man im Laufe der Beitragsjahre seine Arbeit verliert und somit geringere Ansprüche an den Rentenversicherungsträger als aktuell zu erwarten besitzt, wird durch den Bescheid zwar berücksichtigt, von vielen Versicherten jedoch einfach nicht verstanden. All diese Elemente sollen in Zukunft deutlicher werden, so dass man als Beitragszahler in die gesetzliche Rentenversicherung Klarheit in allen Fragen rund um die gesetzliche Rente erhalten kann.

Bescheid auch für die private Altersvorsorge nicht unwichtig

Wer sich aktuell noch nicht dafür entschieden hat, gezielt Produkte zur privaten Altersvorsorge abzuschließen und hier auch die zu erwartende, gesetzliche Rente einfließen zu lassen, kann also in den nächsten Jahren mit einer besseren Grundlage für diese Entscheidung rechnen. Unerlässlich sollte neben der gesetzlichen Rente jedoch ein solcher, privater Schutz sein, da viele zukünftige Rentner erst durch diesen gesetzlichen Rentenbescheid realisieren, wie niedrig die zu erwartende Rente ausfallen kann. Mit einer Lebensversicherung oder einer individuellen Zusatzrente lassen sich diese Risiken jedoch minimieren und finanziell positiv in die Zukunft schauen.