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Hamburg - Dienstag, 20.07.2010Wechsel des Anbieters einer Riesterrente nicht immer lukrativ
Rendite vieler Tarife fällt nominell meist niedriger aus
Dass die Riesterrente ein Erfolgsmodell im Bereich der Privaten Altersvorsorge geworden ist, ist mittlerweile auch unter Experten unstrittig. Viele, die eine Riesterrente abgeschlossen haben, haben sich im Vorfeld jedoch nicht ausreichend über die verschiedenen Finanzprodukte der Versicherer informiert und dementsprechend vorschnell einen Riestervertrag unterschrieben. Nicht selten kommt es deshalb auch in Deutschland vor, dass ein Vertrag zu einer Riesterrente vorzeitig gekündigt wird, da der Versicherte lieber sein Geld bei einem anderen Finanzanbieter anlegen möchte. Insgesamt ist es beinahe jeder siebte Vertrag, der in Deutschland auf diese Weise beendet wird und dem Versicherten die Chance gibt, bei einem anderen Dienstleister mehr aus dem eigenen, angelegten Geld zu machen. Dass es sich jedoch bei einem solchen Wechsel auch um einen Trugschluss handeln kann, fällt vielen Versicherten erst im Nachhinein auf, die den Wechsel somit schnell zu bereuen lernen.Bei der privaten Altervorsorge genau auf die zugesagte Rendite schauen
Natürlich machen verschiedene Versicherer und Finanzdienstleister mit ihren Zusagen auf eine starke zu erwartende Rendite Werbung. Jedoch bedeutet es nicht, dass ein Vertrag, bei dem 6% Verzinsung zugesagt sind, einen abgesicherten Bürger besser stellt als ein Riestervertrag, bei dem lediglich 4% Rendite zugesagt werden. Die entscheidende Frage ist hierbei, welche Summe der Versicherer einem nominal als Zinsen verspricht und welche Steigerung eher auf einer zukünftigen Annahme der Entwicklung im Finanzsektor beruht. Wer sich alleine auf die Mindestverzinsung berufen und somit auf Nummer sicher gehen möchte, dürfte bei vielen Versicherern keine entscheidenden Unterschiede feststellen können. Sich von utopisch hohen Renditen ködern zu lassen, die letztlich bei eigenen Riestervertrag doch nicht zustande kommen, wäre auf der anderen Seite natürlich ein Fehler, den viele leider erst nach dem Wechsel des Anbieters erkennen.
Am Besten einen Versicherungsvergleich im Vorfeld absolvieren
Natürlich kann sich der Wechsel des Riesterpartners anbieten, falls sich der ursprüngliche Vertrag wirklich als zu teuer oder zu unflexibel herausstellen sollte. Vor einem solchen Wechsel sollte jedoch in jedem Fall geprüft werden, ob man durch diese Änderung wirklich mehr für sein Geld erhalten kann. Die beste Situation liegt natürlich vor, wenn man sich bereits vor Abschluss einer Riesterrente ausreichend über den aktuellen Finanz- und Versicherungsmarkt mit allen Angeboten informiert und aufgrund dieser Basis die beste Entscheidung für den eigenen Lebensabend treffen kann.
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