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Hamburg - Freitag, 18.06.2010

Dynamische Auszahlung der privaten Zusatzrente oftmals empfehlenswert

Unwissenheit vieler Versicherter in der privaten Altervorsorge Hauptgrund

Wer früher oder später von den Leistungen einer privaten Zusatzrente eine Entlastung im Rentenalter erhofft, beschäftigt sich meist ausgiebig mit der Frage, welche Art von Zusatzprodukt er für die eigene Absicherung einsetzen möchte. Neben der klassischen Lebensversicherung ist vor allem die Rentenversicherung sehr beliebt, wobei hier gerne die sogenannte Dynamik bei der Beitragseinzahlung genutzt wird. Wie das Informationszentrum der Deutschen Versicherer jedoch deutlich machte, wird nur in den seltensten Fällen von der ansteigenden Dynamik profitiert, die allen Versicherten auch beim Erhalt der Rentenzahlung zugestanden wird.

Angst vor frühzeitigem Tod als Gegenargument für dynamische Zusatzversicherung


Die Sorge vieler Versicherter ist dabei auf den ersten Blick durchaus nachvollziehbar, wenn sich diese gegen eine Dynamik bei der auszuzahlenden Rente entscheiden. Nicht nur, dass man kaum in der Lage sein dürfte, das eigene Lebensende vorauszusagen und somit fürchtet, dass einem die höheren Auszahlungssummen durch einen zu frühen Tod entgehen. Vor allem schreckt der eher niedrig angesetzt Betrag der Erstrente ab, der sich erst im Laufe der Jahre erhöht und somit die Dynamik erst nach vielen Jahren zu einem nützlichen Mechanismus macht. Dass diese Form der Dynamik dennoch immer wieder von den Versicherern angeboten wird und sehr wohl Sinn ergibt, lässt sich vor allem durch die steigenden Lebenskosten erklären, die bei einem Renter jedoch kaum mit einer entsprechenden Erhöhung der eigenen Bezüge verbunden ist. Sich hier auf die steigende Dynamik bei einer privaten Zusatzrente verlassen zu können bedeutet, auch als Rentner in den Genuss regelmäßig steigender Bezüge zu kommen und so möglichen Erhöhungen der Lebenshaltungskosten erfolgreich aus dem Weg zu gehen.

Alternativen für die private Altersvorsorge auch durch den Kapitalverzehr

Neben dem dynamischen Anstieg der Rentenbeiträge weist der Verband auch auf den sogenannten Kapitalverzehr hin. Bei diesem kann man sich aus einem Kapitalvertrag anteilig stets das Geld holen, welches gerade für die eigene Lebenshaltung benötigt wird. Der Rest kann weiterhin im Rahmen eines Anlageproduktes verweilen und so beispielsweise noch weitere Zinsen erwirtschaften. Wie bei allen Anlageprodukten in der Art einer Kapital-Lebensversicherung wird jedoch gesondert darauf hingewiesen, dass die Erträge aus der Verzinsung mittlerweile durchweg der Steuerpflicht unterliegen und somit finanziell anders zu behandeln sind als Zusatzrenten mit oder ohne Dynamik, die die gesetzliche Steuerpflicht momentan noch umgehen und somit über einen längeren Zeitraum mehr für die gezahlten Beiträge bieten.