Gesundheits & Versicherungs Nachrichten
Kaufkraft eine häufig unterschätzte Messgröße für Anlageprodukte
Freitag, 18. Juni 2010 um 17:54 Uhr
Deutscher Rentenversicherungs Bund krisitiert Herangehensweise vieler Versicherer
Wer sich heute für den Abschluss eines Versicherungsvertrages zur privaten Altersvorsorge entscheidet, geht bei den entsprechenden Abschlusssummen von einem ausreichenden, finanziellen Spektrum aus, dass die gesetzliche Rente später in ausreichendem Maße ergänzen sollte. Wie der Deutsche Rentenversicherungs Bund in der aktuellen Diskussion um die Studie des DIW noch einmal deutlich machte, ist jedoch nur wenigen Versicherten das Risiko bewusst, dass durch die Inflation und somit die Veränderung der Kaufkraft jedes einzelnen Bundesbürgers entsteht. Besonders kritisch geht der Bund dabei mit einer Reihe von Versicherungsunternehmen ins Gericht, bei deren Beratung kaum ein Wort über dieses zusätzliche Risiko verloren wird, weshalb hier möglicherweise in vielen Fällen eine zu niedrige Summe für die private Altersvorsorge zu Grunde gelegt wird.
Gesetzliche Rente umgeht Problem mit Rechenbeispielen
Der Deutsche Rentenversicherungs Bund empfahl in diesem Zusammenhang allen Versicherern, ein entsprechendes Rechenmodell in die Vertragsverhandlungen aufzunehmen, wie es bei der gesetzlichen Rentenkasse seit einigen Jahren üblich ist. Da seit dieser Zeit jährlich den Versicherten Bescheide des Gesetzgebers zugehen, wie hoch die aktuell zu erwartende Rentenhöhe ist, wird den einzelnen Versicherten hierdurch nicht nur ein klarer Überblick gegeben, wie viel Geld ihnen letztlich im Alter bleibt. Vielmehr würden verschiedene Rechnungen im zugestellten Dokument auch deutlich machen, was die absolute Rentenhöhe bei einer gewissen eingerechneten Inflation bedeuten würde, konkret wie sich die Kaufkraft also durch die finanzpolitische Entwicklung verschlechtern könnte. Genau ein solches Rechenbeispiel würde sich der Rentenbund auch von allen Versicherern wünschen, die im Bereich Private Altersvorsorge tätig sind.
Nachfrage und Zusatzinformation für den Versicherungsnehmer elementar wichtig
Wer selbst mit dem Gedanken spielt, in naher Zukunft ein Finanzprodukt der privaten Altervorsorge abzuschließen, sollte gezielt bei seinen favorisierten Versicherern nachfragen, ob die vereinbarte Versicherungssumme ausreichen würde oder ob sich nicht ein höherer Betrag für die spätere Rente eignen könnte, um so die zu erwartende Kaufkraftminderung aufzufangen. Seriöse Versicherer sind sowohl bei einem Kundengespräch vor Ort wie auch bei ersten Informationen im Internet gerne dazu bereit, sich auch zu diesem Thema zu äußern und jedem Kunden konkrete Rechenbeispiele aufzuzeigen, die eine Entwicklung des eigenen Produktes für die private Altersvorsorge auch für Laien nachvollziehen lässt.
(c) Redaktion PrivateKrankenversicherungen.de