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Betriebliche Altersvorsorge

Neben der gesetzlichen Rente und der Vielfalt an Produkten zur privaten Altersvorsorge gibt es noch eine dritte Säule im deutschen Vorsorgesystem, deren Ziel die höhere, finanzielle Sicherheit im Alter ist. Die Rede ist von der betrieblichen Altersvorsorge, die schon seit Jahrzehnten auf freiwilliger Basis von vielen Unternehmen in Deutschland angeboten wurde und mittlerweile sogar obligatorisch ist. Sollte eine Firma mehr als zehn Angestellte besitzen, ist sie seit wenigen Jahren sogar gesetzlich verpflichtet, ein Produkt zur privaten Altersvorsorge anzubieten und so gemeinsam mit dem Arbeitnehmer einen Beitrag für dessen Sicherheit zum Lebensabend hin zu schaffen.  

Wie eine betriebliche Altersvorsorge aufgebaut ist

Versicherungen in Deutschland bieten verschiedene ihrer etablierten Tarife bewusst als betriebliches Konzept an, so dass viele Tarifvarianten auch als klassische, private Altersvorsorge abgeschlossen werden könnten. Bei Großkonzernen werden zudem Bündelverträge mit bestimmten Tarifvarianten angeboten, die bewusst für die Annahme durch mehrere Hunderte oder Tausende Angestellte konzipiert wurde. Da hierdurch der Versicherer mit einer beachtlichen, monatlichen Einnahme rechnen kann, versüßt er den Abschluss eines solchen Vertrags durch einen leicht geringeren Beitrag, als wenn man sich für einen entsprechenden Tarif als Privatperson entscheiden würde.   Das Vorsorgeprodukt wird über den Arbeitgeber angeboten, wobei dieser nicht verpflichtet ist, sich anteilig an dem Vorsorgebetrag zu beteiligen. Die Beiträge werden unmittelbar vom Bruttolohn angezogen und wirken sich so noch steuerlich vergünstigend für den Arbeitnehmer aus – auch der Arbeitgeber selbst profitiert steuerlich von der Annahme der betrieblichen Altersvorsorge durch einen Mitarbeiter. Die Art der Altersvorsorge legt alleine der Arbeitgeber fest, ein Angestellter darf somit keine Wünsche für ein bevorzugtes Anlageprodukt äußern. Wenn die Geldanlage über die Firma z.B. zu risikoreich oder zu renditearm erscheint, bleibt nur die private Altersvorsorge als Alternative zum betrieblichen Angebot.  

Die betriebliche Altersvorsorge nach Firmenaustritt weiterführen

Die betriebliche Absicherung ist zu einem wichtigen Faktor des deutschen Rentensystems geworden, weshalb hier auch klare Regeln für das Ausscheiden aus einem Unternehmen getroffen wurden. Grundsätzlich ist es jedem Arbeitnehmer möglich, seinen Vertrag zu einer neuen Firma mitzunehmen und hier den Arbeitgeber wieder anteilig an der betrieblichen Altersvorsorge zu beteiligen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der Arbeitgeber nach Gesetz gezwungen ist, selbst ein Produkt der betrieblichen Altersvorsorge anzubieten. Natürlich darf der wechselnde Arbeitnehmer seinen konkreten Tarif oder Vertrag behalten und muss nicht auf die Art der Altersvorsorge umschwenken, die der Arbeitgeber des neuen Unternehmens anbietet. Sollte kein neuer Arbeitgeber da sein und z.B. eine Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit vorlegen, kann die betroffene Person den Vertrag der betrieblichen Altersvorsorge komplett auf eigene Kosten weiterführen oder ruhend stellen, um so nach zum Eintritt ins Rentenalter die volle oder eine reduzierte Zusatzrente zu erhalten.  

Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge gezielt vergleichen

Wie bei der privaten Altersvorsorge lohnt es sich, einen Vergleich anzustellen und an finanziellen und sachlichen Argumenten orientiert zu überlegen, ob dieser Form der Vorsorge zugestimmt werden soll. Auf den ersten Blick mag ein solcher Altersvorsorge Vergleich keinen Sinn ergeben, da die meisten Arbeitgeber nur einen konkreten Tarif für die betriebliche Altersvorsorge anbieten und der Mitarbeiter sich somit nicht zwischen einer Vielzahl von Tarifmodellen entscheiden kann. Dennoch ergibt sich eine sinnvolle Vergleichsebene, konkret ob auf die betriebliche Altersvorsorge verzichtet werden und die entsprechenden Beiträge eher in ein Produkt der privaten Altersvorsorge gesteckt werden sollen. Bei dieser Überlegung hilft ebenfalls ein Vorsorgerechner, der auf Basis individueller Eingaben und gewünschter Leistungshöhen einen Ausblick auf die zugehörigen Versicherungsbeiträge zulässt und eine fundierte Basis für den sachlichen Vergleich darstellt. Aufgrund der steuerlichen Vorteile und der Sinnhaftigkeit, so umfangreich es geht für den eigenen Lebensabend vorzubeugen, stehen betriebliche und private Altersvorsorge jedoch nicht in Konkurrenz – zahlreiche Bundesbürger entscheiden sich bewusst für beide Formen der Absicherung.